Wenn jemand in Dortmund „Elektriker in der Nähe“ oder „Friseur Innenstadt“ sucht, zeigt Google zuerst eine Karte mit drei Unternehmen. Wer dort steht, bekommt die meisten Anrufe. Ob Sie dazugehören, entscheidet vor allem Ihr Google-Unternehmensprofil (früher „Google My Business“). Die gute Nachricht: Das Profil ist kostenlos, und mit diesen 12 Schritten holen Sie in wenigen Stunden deutlich mehr heraus.

Einen Überblick, wie lokale Sichtbarkeit insgesamt funktioniert, finden Sie in unserem Beitrag Lokale SEO Dortmund: So wird Ihr Betrieb bei Google gefunden. Hier geht es gezielt um die Praxis im Profil.

Grundlagen: Profil sichern und richtig aufsetzen

Unternehmensprofil auf dem Smartphone bearbeiten – Öffnungszeiten, Kategorie und Fotos ergänzen

1. Profil beanspruchen und verifizieren

Viele Betriebe haben bereits ein Profil, ohne es zu wissen – Google legt Einträge teilweise automatisch an. Suchen Sie Ihren Firmennamen bei Google Maps. Erscheint Ihr Betrieb, klicken Sie auf „Inhaber dieses Unternehmens?“. Falls nicht, legen Sie das Profil unter business.google.com neu an. Erst nach der Verifizierung – häufig per kurzem Video – können Sie alle Angaben selbst steuern.

2. Den echten Firmennamen verwenden

Tragen Sie Ihren Namen genau so ein, wie er auf Schild, Rechnung und Website steht. Zusätzliche Suchbegriffe wie „Müller Elektro – Elektriker Dortmund günstig“ verstoßen gegen die Richtlinien von Google und können zur Sperrung des Profils führen.

3. Die richtige Hauptkategorie wählen

Die Hauptkategorie ist einer der wichtigsten Faktoren dafür, bei welchen Suchen Sie erscheinen. Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Kerngeschäft am genauesten beschreibt – also „Elektriker“ statt allgemein „Handwerker“. Ergänzen Sie danach passende Zusatzkategorien für weitere Leistungen. Ein Blick auf die Profile Ihrer stärksten Mitbewerber zeigt oft, welche Kategorien sinnvoll sind.

4. Adresse, Telefon und Website überall identisch halten

Name, Adresse und Telefonnummer sollten im Profil, auf Ihrer Website und in Branchenverzeichnissen exakt gleich lauten. Widersprüchliche Angaben verunsichern Kunden und Google gleichermaßen. Wenn Sie Kunden nur vor Ort besuchen – etwa als Handwerker –, können Sie Ihre Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet wie Dortmund, Bochum und Unna angeben.

Inhalte, die überzeugen

5. Öffnungszeiten inklusive Feiertagen pflegen

Nichts ärgert Kunden mehr als ein verschlossener Laden, obwohl Google „geöffnet“ anzeigt. Tragen Sie Ihre regulären Zeiten ein und hinterlegen Sie Sonderöffnungszeiten für Feiertage, Betriebsurlaub oder Brückentage. Google erinnert Sie vor vielen Feiertagen sogar daran.

6. Eine hilfreiche Unternehmensbeschreibung schreiben

In der Beschreibung haben Sie Platz für bis zu 750 Zeichen. Erklären Sie in klaren Sätzen, was Sie anbieten, für wen und in welchem Gebiet. Die wichtigsten Informationen gehören in die ersten zwei Sätze, denn nur sie sind ohne Aufklappen sichtbar. Verzichten Sie auf Links, Preise in Großbuchstaben und reine Keyword-Listen.

7. Leistungen und Produkte eintragen

Im Bereich „Leistungen“ können Sie jede einzelne Dienstleistung mit kurzer Beschreibung hinterlegen – zum Beispiel „Zählerschrank erneuern“ oder „E-Auto-Wallbox installieren“. So verstehen Google und Ihre Kunden genauer, was Sie können, und Sie erscheinen bei spezifischeren Suchen.

8. Echte Fotos regelmäßig hochladen

Profile mit aussagekräftigen Bildern wirken vertrauenswürdiger. Zeigen Sie Ihr Team, Ihre Räume, Ihr Fahrzeug und vor allem Ergebnisse Ihrer Arbeit. Verwenden Sie echte Fotos statt Stockbilder, und laden Sie regelmäßig neue hoch – zum Beispiel nach jedem abgeschlossenen Projekt.

Bewertungen: der stärkste Hebel

Kundin schreibt eine Bewertung nach dem Handwerkerauftrag – mehr Bewertungen im Google Unternehmensprofil

9. Aktiv um Bewertungen bitten

Zufriedene Kunden schreiben selten von allein eine Bewertung – aber viele tun es gern, wenn man sie fragt. Erstellen Sie im Profil Ihren persönlichen Bewertungslink und schicken Sie ihn direkt nach dem Auftrag per WhatsApp oder E-Mail. Wichtig: Belohnungen wie Rabatte für Bewertungen sind laut Google-Richtlinien nicht erlaubt, und gekaufte Bewertungen können rechtliche Folgen haben.

10. Auf jede Bewertung antworten

Bedanken Sie sich für positive Bewertungen persönlich und konkret. Bei Kritik gilt: sachlich bleiben, Verständnis zeigen und eine Lösung anbieten. Ihre Antwort lesen nicht nur der Verfasser, sondern alle künftigen Kunden – eine souveräne Reaktion auf eine schlechte Bewertung kann mehr Vertrauen schaffen als zehn Sterne.

Aktiv bleiben und messen

11. Regelmäßig Beiträge veröffentlichen

Über Beiträge teilen Sie Neuigkeiten, Angebote oder Veranstaltungen direkt im Profil. Ein Beitrag alle ein bis zwei Wochen zeigt Kunden, dass Ihr Betrieb aktiv ist. Gute Themen sind abgeschlossene Projekte, saisonale Angebote, neue Leistungen oder Tipps aus Ihrem Fachgebiet.

12. Ergebnisse auswerten

Unter „Leistung“ zeigt Google, wie viele Menschen Ihr Profil gesehen, angerufen, eine Route geplant oder Ihre Website besucht haben. Prüfen Sie diese Zahlen einmal im Monat. So sehen Sie, welche Maßnahmen wirken. Tipp: Versehen Sie den Website-Link mit einem UTM-Parameter, dann erkennen Sie Besucher aus dem Profil auch in Ihrer Website-Statistik.

Beispiel: So könnte ein starkes Profil aussehen

Nehmen wir einen fiktiven Elektrobetrieb aus Dortmund-Hörde. Sein Profil trägt den echten Firmennamen, die Hauptkategorie „Elektriker“ und Zusatzkategorien wie „Elektroinstallateur“. Als Einzugsgebiet sind Dortmund, Schwerte und Holzwickede hinterlegt, die Werkstattadresse ist ausgeblendet.

Unter „Leistungen“ stehen konkrete Angebote wie „Wallbox-Installation“, „Zählerschrank erneuern“ und „Elektro-Check für Vermieter“. Jede Woche kommen zwei, drei neue Fotos von abgeschlossenen Aufträgen dazu. Nach jedem Auftrag erhält der Kunde per WhatsApp den Bewertungslink – und jede Bewertung wird innerhalb von zwei Tagen beantwortet.

Nichts davon kostet Geld. Es braucht nur eine feste Routine von etwa 15 Minuten pro Woche. Genau diese Beständigkeit unterscheidet Profile, die dauerhaft oben stehen, von denen, die irgendwann in der Liste verschwinden.

Die häufigsten Fehler auf einen Blick

FehlerWarum es schadetBesser so
Keywords im FirmennamenVerstößt gegen Google-Richtlinien, Sperrung möglichEchten Namen verwenden
Veraltete ÖffnungszeitenVerärgerte Kunden, schlechte BewertungenSonderzeiten für Feiertage eintragen
Nur StockfotosWirkt austauschbar und wenig vertrauenswürdigEchte Fotos von Team und Arbeiten
Unbeantwortete BewertungenWirkt desinteressiertJede Bewertung beantworten
Profil einmal angelegt, nie gepflegtMitbewerber mit aktiven Profilen ziehen vorbeiAlle 1–2 Wochen ein Beitrag oder neue Fotos

Profil und Website gehören zusammen

Ihr Google-Profil bringt Menschen dazu, Sie anzurufen oder Ihre Website zu besuchen. Dort entscheidet sich dann, ob aus dem Interesse eine Anfrage wird. Eine schnelle, mobile Website mit klaren Leistungsseiten für Ihre Region stärkt außerdem Ihr Ranking in der Kartensuche – Profil und Website verstärken sich gegenseitig.

Wie wir Betriebe aus Dortmund und dem Ruhrgebiet dabei unterstützen, lesen Sie auf unserer Seite SEO Dortmund.

Häufige Fragen

Was kostet ein Google-Unternehmensprofil?

Nichts. Das Profil ist komplett kostenlos. Kosten entstehen nur, wenn Sie zusätzlich bezahlte Google-Anzeigen schalten oder sich bei der Pflege unterstützen lassen.

Wie lange dauert es, bis Optimierungen wirken?

Korrekturen wie Kategorie oder Öffnungszeiten sind oft innerhalb weniger Tage sichtbar. Bessere Platzierungen durch Bewertungen, Fotos und Beiträge bauen sich dagegen über mehrere Wochen bis Monate auf.

Kann ich schlechte Bewertungen löschen lassen?

Nur, wenn sie gegen die Google-Richtlinien verstoßen – etwa bei Beleidigungen, Spam oder wenn kein Kundenkontakt stattgefunden hat. Solche Bewertungen können Sie im Profil melden. Berechtigte Kritik bleibt stehen; hier hilft eine professionelle Antwort.

Brauche ich ein Profil, wenn ich kein Ladengeschäft habe?

Ja. Auch Handwerker, mobile Dienstleister und Beratungen profitieren. Sie können Ihre Adresse ausblenden und stattdessen das Gebiet angeben, in dem Sie tätig sind.

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