Eine neue Website soll mehr Anfragen bringen – doch manchmal passiert nach dem Relaunch das Gegenteil: Die Besucherzahlen brechen ein, alte Links führen ins Leere und Seiten, die jahrelang gut bei Google standen, sind plötzlich verschwunden. Fast immer liegt das nicht am neuen Design, sondern an fehlender Planung. Mit dieser Website-Relaunch-Checkliste sorgen Sie dafür, dass Ihre neue Website ihre Google-Rankings behält – und im besten Fall sogar verbessert.

Stand: Oktober 2026.

Warum Rankings nach einem Relaunch verloren gehen

Google hat Ihre alte Website über Monate oder Jahre kennengelernt: welche Seiten es gibt, worum es auf ihnen geht und wie wichtig sie sind. Bei einem Relaunch ändert sich oft vieles gleichzeitig – Adressen, Texte, Struktur und Technik. Die häufigsten Ursachen für Ranking-Verluste sind:

Die gute Nachricht: All das lässt sich mit guter Vorbereitung vermeiden.

Zwei Webdesigner planen einen Website-Relaunch mit Sitemap und Analytics am Laptop

Phase 1: Vor dem Relaunch – Bestandsaufnahme

1. Alle bestehenden URLs erfassen

Erstellen Sie eine vollständige Liste aller Seiten Ihrer aktuellen Website. Quellen dafür sind die XML-Sitemap, die Google Search Console und ein Crawling-Tool, das Ihre Website automatisch durchsucht. Vergessen Sie dabei nicht Blogartikel, PDFs und Bilder, die häufig verlinkt werden.

2. Die wichtigsten Seiten identifizieren

In der Google Search Console sehen Sie unter „Leistung“, welche Seiten die meisten Klicks und Impressionen bekommen. Exportieren Sie diese Daten. Diese Seiten sind Ihr wertvollster Bestand – sie müssen auf der neuen Website mit mindestens gleichwertigem Inhalt erhalten bleiben.

3. Ausgangswerte festhalten

Notieren Sie Klicks, Impressionen, wichtige Rankings, Anfragen über die Website und die Ladezeit. Nur so können Sie nach dem Relaunch erkennen, ob sich etwas verschlechtert oder verbessert hat.

4. Backup erstellen

Sichern Sie die komplette alte Website inklusive Datenbank. Falls etwas schiefgeht, können Sie Inhalte oder Einstellungen jederzeit nachschlagen.

Phase 2: Während der Entwicklung

5. URL-Struktur möglichst beibehalten

Die sicherste Lösung: Wichtige Seiten behalten ihre bisherige Adresse. Wenn sich URLs ändern müssen, etwa weil die alte Struktur unübersichtlich war, planen Sie die neue Struktur bewusst und dokumentieren Sie jede Änderung.

6. Weiterleitungsplan erstellen

Ordnen Sie jeder alten URL die passende neue URL zu – und zwar thematisch passend, nicht pauschal auf die Startseite. Diese Zuordnung wird später als dauerhafte 301-Weiterleitung eingerichtet. Damit landen Besucher und Google automatisch auf der richtigen neuen Seite.

Alte URLNeue URLHinweis
/leistungen/webdesign.html/webdesign-dortmund/Thematisch gleiche Seite
/news/tipps-2023//blog/website-tipps/Inhalt aktualisiert übernommen
/team-alt//ueber-uns/Seiten zusammengelegt
/angebot-sommer//leistungen/Aktion beendet, nächstbeste Seite

7. Inhalte übernehmen und verbessern

Übernehmen Sie gut rankende Texte, statt sie für ein schlankeres Design stark zu kürzen. Ein Relaunch ist aber auch eine gute Gelegenheit, veraltete Informationen zu aktualisieren und dünne Seiten auszubauen.

8. Meta-Daten und Überschriften übertragen

Seitentitel, Meta-Beschreibungen, Überschriften und Alt-Texte der Bilder sollten auf der neuen Website mindestens genauso gut sein wie vorher. Auch strukturierte Daten, etwa für Ihr Unternehmen oder für FAQs, müssen wieder eingebunden werden.

9. Testversion für Google sperren

Die Entwicklungsversion sollte per Passwortschutz oder „noindex“ gesperrt sein, damit Google keine halbfertigen Seiten oder doppelten Inhalte indexiert.

Phase 3: Der Livegang

10. Sperren entfernen

Der wohl häufigste und teuerste Fehler: Die „noindex“-Einstellung aus der Testphase bleibt aktiv. Prüfen Sie direkt nach dem Livegang, ob Suchmaschinen die Website indexieren dürfen – zum Beispiel in den Leseeinstellungen von WordPress und in der robots.txt.

11. Weiterleitungen aktivieren und testen

Richten Sie alle geplanten 301-Weiterleitungen ein und testen Sie stichprobenartig, ob die alten Adressen korrekt weiterleiten. Vermeiden Sie Ketten aus mehreren hintereinander geschalteten Weiterleitungen.

12. Technik prüfen

13. Google informieren

Reichen Sie die neue XML-Sitemap in der Google Search Console ein und lassen Sie die wichtigsten Seiten über die URL-Prüfung indexieren. Bei einem Domainwechsel nutzen Sie zusätzlich die Funktion „Adressänderung“ in der Search Console.

Webentwickler prüft nach dem Relaunch Traffic und Rankings im Analytics-Dashboard

Phase 4: Nach dem Relaunch – beobachten und nachbessern

Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, während Google die neue Website neu bewertet. Wichtig ist, Probleme früh zu erkennen:

Bleiben deutliche Verluste nach einigen Wochen bestehen, lohnt sich eine genaue Analyse der betroffenen Seiten. Wie Google Ihre Website grundsätzlich bewertet, erklären wir im Leitfaden SEO für kleine Unternehmen.

Die Checkliste auf einen Blick

Häufige Fragen

Verliere ich bei einem Relaunch automatisch Rankings?

Nein. Kurzfristige Schwankungen sind normal, aber mit sauberen Weiterleitungen, übernommenen Inhalten und guter Technik bleiben die Rankings in der Regel stabil oder verbessern sich sogar.

Wie lange dauert es, bis sich die Rankings nach einem Relaunch stabilisieren?

Meist zeigt sich nach einigen Wochen, wie Google die neue Website bewertet. Bei größeren Änderungen an Struktur oder Domain kann es auch länger dauern.

Muss ich jede alte Seite weiterleiten?

Alle Seiten, die Besucher, Rankings oder Links von anderen Websites haben, sollten weitergeleitet werden. Seiten ohne passendes Gegenstück leiten Sie auf die thematisch nächstliegende Seite weiter.

Wann lohnt sich ein Relaunch überhaupt?

Typische Gründe sind ein veraltetes Design, eine Website, die auf dem Smartphone schlecht funktioniert, langsame Ladezeiten oder ein System, das sich nicht mehr pflegen lässt. Was eine neue Website kostet, erfahren Sie im Ratgeber Was kostet eine Website?.

Relaunch ohne Ranking-Verlust – mit GlanzenWeb

Bei einem Relaunch durch GlanzenWeb gehören Bestandsaufnahme, Weiterleitungsplan und SEO-Prüfung nach dem Livegang selbstverständlich dazu. So startet Ihre neue Website mit allem, was die alte bei Google bereits erreicht hat. Erfahren Sie mehr auf der Seite Webagentur Dortmund oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

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